Vita Uwe Appold
Uwe Appold, geboren 1942 in Wilhelmshaven, ist Dipl. Designer, Bildhauer und Maler.
Seine künstlerische Laufbahn beginnt 1962 mit einer Lehre zum Bildhauer in seiner Geburtsstadt und 1968 mit dem Abschluss für künstlerische Formgebung und Gestaltung an der Werkkunstschule Flensburg.
Seit 1962 stellt der Künstler regelmäßig aus. So hatte er Ausstellungen in einer Vielzahl von deutschen Großstädten wie Aachen, Berlin, Hamburg, Köln, Leipzig, München, Düsseldorf, Bonn, Kiel, Oberhausen, Trier, Xanten. Sein internationales Betätigungsfeld erstreckt sich auf Belgien, China, Dänemark, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Italien, Österreich, Monaco, Niederlande, Polen, Spanien, Schweiz und Israel.
Seit Mitte der 80er Jahre wendet sich Uwe Appold in seinen Bildern abendländischen Themen zu. Seine Arbeitsweise in der Malerei ist gekennzeichnet von umfangreichen Bilderzyklen, deren Ursprünge der Maler im Erbe des Abendlandes angesiedelt sieht. Er spannt den Bogen seiner Themen von der Antike bis in die Gegenwart. Ob die Philosophie von Aristoteles oder Platon in dem Zyklus Kinesis, ob Odyssee, Prometheus, Perceval, Golgatha, Apokalypse, Elia, Ego Eimi, Kreuzesworte, Psalmen oder Bearbeitungen zu Texten von Dante, Nelly Sachs, Paul Celan, Hilde Domin, Rose Ausländer, Rainer Maria Rilke, Gottfried Benn, Anne Frank, Dag Hammarskjöld, Hölderlin, Marc Aurel, Homer: Stets setzt sich Uwe Appold in seinen Werken mit den existenziellen Erfahrungen des Menschen auseinander.
Ein Schwerpunkt seiner Zyklen sind bildnerische Annäherungen an europäische Geschichte, Philosophie, Politik, Gesellschaft, Theologie und Musik aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Erzählungen, Prosa und Lyrik begleiten Uwe Appolds Werk als bildender Künstler. Er verfasste mehrere Bücher.
1975 erhielt er ein Stipendium der schleswig-holsteinischen Landesregierung für die Cité International des Arts in Paris, es folgte ein Stipendium des Landes Niedersachsen für Lithografie. 1976 war er Gast der spanischen Regierung für einen Bildhauerworkshop in den Pyrenäen. Mehrere Arbeitsstipendien begleiteten seinen künstlerischen Werdegang, u.a. in Schleswig-Holstein bei Autokraft und HDW in Kiel. Seine Lehrtätigkeit begann 1986 an einem Gymnasium in Flensburg (Kunst und Werken), 1979 bekam er einen Lehrauftrag an der Werkkunstschule Flensburg, den er 2006 beendete. Außerdem war er Lehrbeauftragter an der Pädagogischen Hochschule/Flensburg und 1998 an der Nationalakademie in Hangzhou/China, dort unterrichtete Appold abstrakte Malerei. Seit 1982 führt er Wettbewerbsarbeiten aus. Seine bevorzugten Werkstoffe für bildhauerische Arbeiten sind Granit, Stahl und Glas. Appold gestaltete Plätze und Fassaden, Banken, Amtsgebäude, Turnhallen, Schulen, Trauerhallen, Kirchen, Industriearchitektur, Gemeindehäuser und Glasfenster. Farb- und Gestaltungskonzepte für Schulen und Kommunen kennzeichnen seine Arbeit als Designer. Im Juni 2024 beging der Künstler sein 62jähriges Ausstellungsjubiläum. Typisch für seine malerischen Werke ist die Einbindung von Erden, sei es aus ehemaligen Konzentrationslagern, dem Garten Gethsemane/Jerusalem, von Gräbern, Stränden und Feldern.
1980 bekam Uwe Appold den Kulturpreis seiner Heimatstadt Wilhelmshaven verliehen, im Juni 2023 erhielt er den Kunstpreis der Marie-Louise-Born-Stiftung für sein Lebenswerk und seine internationalen Tätigkeiten. 1985 wurde Appold in den Deutschen Werkbund berufen. Er ist Mitglied im Bund Bildender Künstler, Landesverband Schleswig-Holstein und Gründungsmitglied des Flensburger Baukultur e.V. Studienreisen führten ihn nach Nordafrika, auf den Balkan, nach China und Japan, Spanien, Griechenland, Israel und Skandinavien.
Weitere Informationen unter: www.uwe-appold.de
Weitere Informationen unter: www.uwe-appold.de